Jugend im Dekanat Cochem

Wissenswertes zur Bolivienkleidersammlung...

...gibt es auch unter www.bolivien-kleidersammlung.de
 


# Warum sammeln?

... weil´s Spaß macht!

... weil der Erlös des Kleiderverkaufs Kindern und Jugendlichen in Bolivien eine Schulbildung und vieles mehr ermöglicht

... weil es eine gute Tradition ist

... weil jede Tüte zählt. Ca. 70 Tüten à 10 kg ergeben einen Schul- / Internatsplatz in Bolivien


# Für wen sammeln?
.
.. für die Partnerorganisationen in Bolivien:
Die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca-Trier,
die über 40 Ausbildungszentren für ca. 2000 Jugendliche auf dem Land unterhält,
und die „Nationale Jugendpastoral Boliviens",
die die katholische Jugendarbeit für das ganze Land koordiniert.

Vielen Jugendlichen in Bolivien wird so eine Schulbildung ermöglicht, andere machen eine Berufsausbildung, z.B. als Tischler, Schneiderin oder das technische Abitur. In der pastoralen Arbeit werden die Jugendlichen in ihrer Spiritualität und dem Finden ihrer Lebensperspektive unterstützt. [Quelle: BDKJ Homepage]


# Was passiert mit der gesammelten Kleidung? Hier die Bilder und Videos
NEIN - die Kleidung geht NICHT mit dem Schiff oder Flugzeug nach Bolivien - NEIN.
Was im Bistum Trier an den 3 großen Sammelsamstage im Jahr und darüber hinaus gesammelt wird,
wird auf LKWs / Sattelschlepper verladen (in Treis-Karden, Kaisersesch und Umen)
und wird dann in Sortierbetriebe gebracht - meist in Richtung Süden, nach Langenenslingen bei Stuttgart.
Die Firma
Striebel sortiert die Ware. Schlechtes, Verschlissenes wird aussortiert und daraus werden
Lappen für die Autoindustrie u.a. produziert oder Dämmmaterialien.
Gute und sehr gute Ware wird zum Teil in Deutschland auf Second-Hand-Märkten und in -Läden
wieder in den Handel gebracht - diese Ware bringt der Partnerschaft am meisten.

Die Textilien gehen nach Süd- und Osteuropa, nach Afrika, nach Asien oder gleich in den Fabrik-Shop
in Langenenslingen
.

Manche fragen sich jetzt vielleicht, ob damit nicht der Kleidermarkt in den Exportländern geschädigt wird.

Wer Kleider sammelt und damit Erlöse erzielt, muss auch Verantwortung für die Verwertung übernehmen.
Aus dieser Überzeugung heraus gründeten einige katholische und evangelische Organisationen im Oktober 1994
den Dachverband FairWertung mit dem Ziel, umwelt- und sozialverträgliche Konzepte für den Umgang mit Altkleidern zu entwickeln
und die Vermarktungswege durchschaubar zu machen. Striebel Textil hat sich, wie auch der BDKJ, aus voller Überzeugung
den Grundsätzen und Kriterien von
FairWertung angeschlossen.


# Wie lange gibt´s die Sammlung schon?

Ein Rückblick auf fast 50 Jahre Säcke sammeln und mehr [Quelle: BDKJ-Homepage]

Die 60er Jahre:

1960: Partnerschaftsvertrag zwischen den Diözesen Trier und Sucre, Bolivien
1966:
erste Bolivien-Kleidersammlung (Rekord-Sammelmenge: 3.500 t)

Die 70er Jahre:
Mitte 70er: Beginn begleitender Info-Veranstaltungen zu Bolivien und Entwicklungspolitik 
1979: Die Bolivienpartnerschaft Trier-Sucre wird mit der höchsten staatlichen Auszeichnung Boliviens versehen, dem „Condor de los Andes.

Die 80er Jahre:
1980: Militärputsch in Bolivien - Bei den Kleidersammlungen werden auch Unterschriften gegen die Militärregierung gesammelt.
Ab 1985: massive Transportprobleme durch die Stilllegung von Güterbahnhöfen

Die 90er Jahre:
Ab 1993: Besichtigungsfahrten zu Gebrauchtkleider-Sortierbetrieben in Rotterdam
1994: Rekorderlös von 1.396.000 DM durch hohen Kilopreis von 0,69 DM/kg
Ab 1995: Der BDKJ wird Lizenznehmer von FairWertung.
Ab 1997: Beginn von „Second Hemd und Hose - der alternative Kleidermarkt”
Ab 1999: Einführung zusätzlicher Abgabestellen, der Kleiderpunkte

Die 2000er Jahre:
Ab 2001: Statt an drei Terminen findet die Kleidersammlung nun an 5 Terminen statt.
2004: starker Einbruch bei den Erlösen - Krise auf dem Altkleidermarkt
2005: Die Sammelmenge erreicht nach 11 Jahren wieder die 2.000-Tonnen-Marke.
2006: 40 Jahre Bolivienkleidersammlung
2011: 45 Jahre Bolivienkleidersammlung

2016: 50 Jahre Bolivien Sammlung
 

Kontakt: Frank Hoffmann, Pastoralreferent im Dekanat Cochem, Moselweinstr. 15, 56821 Ellenz-Poltersdorf Tel. 02673-961 947 0 Email: frank.hoffmann@bistum-trier.de

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